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NDR über "Wenn die letzte Frau den Raum verlässt"

  • 26. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Der NDR gibt einen Einblick in unsere Arbeit, das Konzept von Male Allyship sowie das Buch "Wenn die letzte Frau den Raum verlässt".



Im Artikel heißt es u.a.:


Als Berater und Keynote Speaker gehen die beiden Autoren in Unternehmen und Institutionen und begleiten sie auf ihrem Weg zu mehr Gleichstellung. Wenn sie das Thema Gleichberechtigung in reinen Männerrunden ansprechen, beobachten sie, dass die meisten Männer in bestimmte, universelle Ausrede- und Erklärkomplexe verfallen. Sie verneinen die Existenz von Sexismus, sprechen Frauen implizit ihr Recht auf Gleichberechtigung ab oder delegieren die Lösung des Problems an Frauen. "Das Spannende daran, mit Männern wieder und wieder über Geschlechtergerechtigkeit, Gleichstellung und Sexismus zu sprechen und dieselben Fragen immer und immer wieder zu stellen, ist, dass wir Muster entdecken, die sich wiederholen."


(...)


Herr und Speer wollen die Männer nicht an den Pranger stellen, es geht ihnen vielmehr darum, typisch männliche Ängste und Sorgen, Stereotype und Fehleinschätzungen ehrlich vorzustellen, ernst zu nehmen und argumentativ zu entkräften. "Unsere Erfahrung deutet in eine eindeutige Richtung, Männer verstehen das Problem von Sexismus nicht, weil sie Sexismus selber nicht erleben. Ein Mann wird gar nicht oder sehr selten sexistisch diskriminiert, in der Folge denken Männer, das Problem sei gar nicht so groß, wie von Frauen beschrieben, oder gehen davon aus, dass es gar kein Problem gibt", erklärt der in Hamburg geborene Vincent-Immanuel Herr. 


(...)


Doch auch weniger radikale Positionen sehen laut Herr und Speer wenig Sinn im Engagement für Gleichberechtigung: "Viele Männer halten einen Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit für eine Art Zeitgeistthema, das keinen wirklichen langfristigen Wert hat", so Herr. Männer, die sich für Feminismus einsetzen sind laut den Autoren bis heute eher die Ausnahme als die Regel. Was einem dagegen umso öfter begegne: unreflektierte Argumentationen aus der Richtung "Es gibt nun wirklich größere Probleme in der Welt" oder "Gleichstellung? Haben wir doch längst, jetzt ist auch mal gut mit den Forderungen." 


"Dabei übersehen sie die ganz konkreten und handfesten Vorteile nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, für Familien, für die Kinder in diesen Familien, für Unternehmen, für die Volkswirtschaft als gesamtes. Da gibt es unzählige Studien zu. Ein Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit zahlt sich also auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen aus. Und wenn das mehr Männer verstehen würden, würde es uns allen deutlich besser gehen."


Deshalb versuchen Martin Speer und Vincent-Immanuel Herr gerade Männer zu überzeugen, sich für Frauen einzusetzen. "Wir brauchen mehr Allyship, also mehr Männer als Verbündete, und zwar in allen Generationen. Männer, die mit anderen Männern zu den Themen sprechen und die zeigen, dass es eine Form von Männlichkeit geben kann und geben sollte, die nicht darauf basiert, Frauen zu degradieren oder abzuwerten, sondern auf Augenhöhe gemeinsam zu leben." 

In ihrem Buch stellen sie konkrete Schritte vor. "Der erste ist auch der wichtigste davon: Frauen zuhören - und ihnen glauben. Fragen stellen, sich als Mann informieren, also dieses Wissensdefizit füllen, und dann erkennen: Das Problem ist größer als ich dachte, aber ich als Mann kann auch Teil der Lösung sein."  


Den ganzen Beitrag gibt es hier.

 
 
 

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